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Mehrfamilienhaus Grossmatt Hergiswil

BIM Aspekte
2013-2016
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BIM Grossmatt


Das Mehrfamilienhaus Grossmatt 4 ist das erste fertiggestellte Bauwerk, in welchem wir einen durchgängigen BIM Prozess etablieren konnten.


Werknetz Architektur nimmt dank BIM die Bauherrschaft auf Entdeckungsreise

Werknetz Architektur entwickelt seit 2006 jedes Projekt mit einem Gebäudemodell. So auch das Projekt Grossmatt 4. Der Bauherrschaft war das Thema BIM am Anfang des Prozesses nicht bekannt. Wir nahmen die Bauherrschaft jedoch von Anfang an auf eine Entdeckungsreise mit: Durch die 3D Planung und Visualisierung konnte ihnen die architektonischen Konzepte frühzeitig erklärt und visualisiert werden. So weckten wir eine Begeisterung für architektonische Themen. Der Bauherr konnte etwas wagen, weil jederzeit ein genaues Kostenfundament vorhanden war durch die genaue Mengenermittlung mit Bauteillisten. Varianten wurden auf einfache Weise in live Perspektiven aufgezeigt und so die optimale Lösung gefunden. Dem Bauherrn wurde auf diese Weise Sicherheit für die Entscheidungen gegeben. Allen im Prozess Beteiligten war es möglich z.B. auf ihrem ipad auf unser Gebäudemodell zuzugreifen.



Koordinationsprozess:
Nach dem Motto «keep it simple and smart» wurden wenige Prozesse festgehalten. Die Abläufe nicht zu überfrachten sehen wir als ganz entscheidend bei dieser Projektgrösse. Es wurden lediglich die Koordinationszeitpunkte; notwendige Modelle, Auswertungen und Dokumente festgelegt.
Die Koordination erfolgte in zwei Workshops, bei welchen live an den Modellen gearbeitet wurde. Alle offenen Fragen wurden in diesen Workshops abgearbeitet. Im Nachhinein musste lediglich noch die Baupläne aus dem fertigen Modell generiert werden. Das wichtigste an einer effizienten Durchführung der Workshops ist im Vorfeld die strategischen Details festzulegen. Diese werden dann gemeinsam am Workshop gelöst. 
Da die architektonische Kontrolle über alle Gewerke im Vordergrund steht und die Datenmenge problemlos handelbar ist, erfolgt die Koordination bei dieser Projektgrösse immer im LOD 400/500. 


• Zusammenführen und Visuelle Kontrolle der Modelle in Solibri.
• Fehlerberichte als Vorbereitung für Koordinationssitzung/Workshop
• Mehrschichtige Geschossdecken und Wände in tragende und nichttragende Schicht aufgeteilt. Daraus kann genaues Statikmodell abgeleitet werden.
• Sobald das Modell vorhanden ist, werden Bauteile für Kostenschätzung herangezogen. Volumen- und Flächenauswertung dienen der Plausibilisierung
• Die Mengen werden mit Hilfe von Bauteillisten aus dem Modell gezogen. Das Einfärben der Grundrisse über Filter bietet visuelle Kontrolle.
• Die Bauteile werden nach bürointernem System bezeichnet. . z.B. IW-01_Wohnungstrennwand, ergänzt durch einen beschreibenden Typenkommentar. 
• Ausmass wird immer effektiv angegeben. 
• Tragfähige Entscheide vom Bauherrn durch gut lesbare Entscheidungsgrundlagen
• Kooperation der Nachbarn durch verständliche Darstellung der Projektes
• Entwurfsoptionen können den Betroffenen aus deren Blickwinkel gezeigt werden.
• Befürchtung des Nachbarn, er könne den Sonnenaufgang hinter dem Rigi nicht mehr beobachten, werden durch eine einfache Simulation zerstreut. 
• Möglichen Einsprachen kann somit vorgebäugt werden.
•  Bereinigtes Datenmodell als Revisionsunterlagen

Werknetz Archiektur setzt BIM seit über 10 Jahren erfolgreich ein

Werknetz Architektur hat bereits 2006 das erste Gebäude mittels BIM-Modell erstellt. Dabei stand von Beginn weg nicht nur die Planungssicherheit und einfachere Einbindung aller Beteiligten im Vordergrund, sondern vor allem auch die digitalen Möglichkeiten für die Architektur selbst. Die integrale Planung von Bauten kann dank BIM neu von Beginn weg zu Ende gedacht, laufend kontrolliert und schliesslich die architektonische Idee perfekt umgesetzt werden.

Von 2D- zu 3D-Modellen - Von CAD zu BIM - Von Werknetz zu Netzwerk

BIM ist die Weiterentwicklung des heute allgegenwärtigen CAD. Seit wir BIM bei unseren Bauten anwenden, ist es uns möglich dem Bauherren und dem Nutzer bereits in der Entstehungsphase den Nutzen und die Kosten, in diversen Varianten, aufzuzeigen. So sind die Beteiligten frühzeitig informiert und können mitentscheiden. Sie können dadurch sicher gehen, dass die architektonische Idee umgesetzt wird. Der Schritt von 2D zu 3D war für uns selbstverständlich.

Werknetz Architektur mit grossem Erfahrungsschatz dank diversen Bauten mit BIM

Die Planung der Wohnüberbauung edeneins im Jahr 2005 mit 61 Wohnungen war unser erstes Projekt in welchem die Baupläne via BIM-Modell generiert wurden. Darauf folgte der stetige Ausbau des Einsatzgebietes von BIM. Seit Edenfünf tauschen wir die Modelle mit anderen Fachplanern aus. Das bedeutet, dass wir uns auf die Suche nach Fachplanern gemacht haben, um die Gewerke in 3D zu koordinieren. Viele Bauvorhaben in der Schweiz werden durch diverse kleine Planungsteams koordiniert, welche systembedingt immer wieder neu zusammengewürfelt werden. Um einen durchgängigen Arbeitsablauf zu vereinfachen und unsere Prozesserfahrung rund um das digitale Bauen auszuschöpfen, bieten wir die Planung unserer Architektur seit 2013 auch als Generalplaner an. Das erste Projekt in dieser Konstellation ist das Projekt Edensieben mit den entsprechenden Generalplanerverträgen.

Werknetz Architektur wird mit dem ersten Arc-Award der Schweiz in der Kategorie BIM honoriert

“Der Arc-Award gehört zu den bestdotierten Auszeichnungen des Landes.

Drei unabhängige Fachjurys hatten insgesamt 307 eingereichte Projekte in den Kategorien „Öffentliche Bauten, Industrie und Gewerbe“, „Wohnbauten“, „Der erste Bau“, „Next Generation“ und „BIM“ zu bewerten (siehe Box unten).

Letztere ist ein Novum und in Zusammenarbeit mit „Bauen digital Schweiz“ entstanden. Es war ein Abenteuer und Experiment zugleich. Mit elf eingereichten BIM-Projekten wurden die Erwartungen der Auslober übertroffen. Insgesamt drei Goldpreise mit den Schwerpunkten „Kollaboration/Mensch“ und „Innovation/Performance“ vergab die Jury: „Durch die BIM-Brille“ der 3-Plan Haustechnik AG in Winterthur, „Vom lonely little BIM zum social big BIM“ von Philipp Wieting vom Werknetz Architektur (beide Schwerpunkt Kollaboration/Mensch) sowie „SwissFEL“ der Itten+Brechbühl AG in Basel (Schwerpunkt Innovation/Performance).

"Vom lonely little BIM zum social big BIM“ ist nicht ein einzelnes Projekt, sondern deren sechs. In chronologischer Reihenfolge dokumentieren sie Teilaspekte des BIM-Einsatzes sowie dessen Vertiefung und Verfeinerung - bis es zu einem strategischen Bestandteil der eigenen Firmenkultur wird.”

 

Auszug aus dem Baublatt vom 27. Oktober 2016