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Werknetz Architektur erhält den ersten Arc-Award in der Kategorie BIM (Building Information Modeling)
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Arc-Award
Der arc award prämiert jährlich herausragende Schweizer Architektur. Werknetz Architektur erhält den ersten Arc-Award in der Kategorie BIM Kollaboration/Mensch.

Laudatio der Jury:
"Das Büro Werknetz Architektur bewirbt sich zum BIM-Preis nicht mit einem einzigen Projekt,
sondern bewusst mit mehreren. Damit zeigt Architekt Philipp Wieting, dass der Einsatz von
BIM-Methoden in der Architektur mehr bedeutet als die Anschaffung eines neuen Werkzeugs.
Ganz im Gegenteil. Was in der Eingabe mittels sechs Bauprojekte sauber und nachvollziehbar
dokumentiert wird, ist die Geschichte eines Prozesses, welcher vor rund zehn Jahren begann
und vielleicht nie einen definitiven Abschluss finden wird. Dabei emanzipiert sich BIM eindeutig
vom technischen Hilfsmittel und wird zum strategischen Bestandteil der eigenen Firmenkultur.
Unter dem suggestiven Titel «Vom lonely little BIM zum social big BIM» erzählen die sechs
Bauprojekte in chronologischer Reihenfolge die erfolgte Evolution und die unterschiedlichen
Teilaspekte des BIM-Einsatzes. Dieser beginnt 2005 mit der bürointernen Etablierung des
3D-Modells zum Dreh- und Angelpunkt der architektonischen Planung. Aus dem 3D-Modell
werden konsequent alle Baupläne generiert. Dieser Einsatz – eben «lonely little BIM» – wird dann
schrittweise verfeinert, ausgebaut und ausgeweitet. Das Modell wird einerseits grösser und
einflussreicher, indem weitere Informationen und Methoden hinzukommen, wie beispielsweise
die automatisierte Mengenermittlung, der Umgang mit Entwurfsvarianten zur Erleichterung der
strategischen Planung, aber auch die parametrische Erfassung von differenzierten Bauteilen.
Andererseits wird das Modell auch breiter, indem es zunehmend die am Planungsprozess
beteiligten Akteure – von der Bauherrschaft über die Fachplaner bis hin zu den Unternehmern
– an dem Prozess teilhaben lässt. In diesem Schritt werden die BIM-Daten direkt zur
Generierung von Ausschreibungsunterlagen für komplexe Fassaden eingesetzt, das
Haustechnikmodell wird zwecks Erleichterung der räumlichen Koordination direkt mit dem
Architekturmodell zusammengeführt und energetische Analysen direkt auf dem Modell
generiert, um nur einige Beispiele zu nennen.
Der Beitrag wird insbesondere durch die Tatsache auszeichnungswürdig, dass der Architekt
seine BIM-Ziele selbständig formuliert, überprüft und weiterentwickelt, ohne dass ihm diese von
externer Stelle (Bauherr oder TU) auferlegt werden. Indem er das unternehmerische Risiko der
Innovation auf sich nimmt, macht sich der Architekt zum Hauptakteur im Planungsprozess und
kann selbstbewusst behaupten, dass «durch das Beherrschen dieser Methode der Architekt als
Treiber wirken kann und die Kontrolle über Entwurf, Planung und Bau behalten kann». Durch die
erweiterte Kompetenz kann der Architekt das Vertrauen des Bauherrn gewinnen und seine
Autonomie als integraler Gestalter und kultureller Akteur wesentlich erweitern. Werknetz
Architektur lebt jenseits der einfachen und modischen Schlagwörter vor, dass das Thema BIM
für den Berufsstand der Architekten keine Bedrohung, sondern eine Chance darstellt."


[Download]

Werknetz Archiektur setzt BIM seit über 10 Jahren erfolgreich ein

Werknetz Architektur hat bereits 2006 das erste Gebäude mittels BIM-Modell erstellt. Dabei stand von Beginn weg nicht nur die Planungssicherheit und einfachere Einbindung aller Beteiligten im Vordergrund, sondern vor allem auch die digitalen Möglichkeiten für die Architektur selbst. Die integrale Planung von Bauten kann dank BIM neu von Beginn weg zu Ende gedacht, laufend kontrolliert und schliesslich die architektonische Idee perfekt umgesetzt werden.

Von 2D- zu 3D-Modellen - Von CAD zu BIM - Von Werknetz zu Netzwerk

BIM ist die Weiterentwicklung des heute allgegenwärtigen CAD. Seit wir BIM bei unseren Bauten anwenden, ist es uns möglich dem Bauherren und dem Nutzer bereits in der Entstehungsphase den Nutzen und die Kosten, in diversen Varianten, aufzuzeigen. So sind die Beteiligten frühzeitig informiert und können mitentscheiden. Sie können dadurch sicher gehen, dass die architektonische Idee umgesetzt wird. Der Schritt von 2D zu 3D war für uns selbstverständlich.

Werknetz Architektur mit grossem Erfahrungsschatz dank diversen Bauten mit BIM

Die Planung der Wohnüberbauung edeneins im Jahr 2005 mit 61 Wohnungen war unser erstes Projekt in welchem die Baupläne via BIM-Modell generiert wurden. Darauf folgte der stetige Ausbau des Einsatzgebietes von BIM. Seit Edenfünf tauschen wir die Modelle mit anderen Fachplanern aus. Das bedeutet, dass wir uns auf die Suche nach Fachplanern gemacht haben, um die Gewerke in 3D zu koordinieren. Viele Bauvorhaben in der Schweiz werden durch diverse kleine Planungsteams koordiniert, welche systembedingt immer wieder neu zusammengewürfelt werden. Um einen durchgängigen Arbeitsablauf zu vereinfachen und unsere Prozesserfahrung rund um das digitale Bauen auszuschöpfen, bieten wir die Planung unserer Architektur seit 2013 auch als Generalplaner an. Das erste Projekt in dieser Konstellation ist das Projekt Edensieben mit den entsprechenden Generalplanerverträgen.

Werknetz Architektur wird mit dem ersten Arc-Award der Schweiz in der Kategorie BIM honoriert

“Der Arc-Award gehört zu den bestdotierten Auszeichnungen des Landes.

Drei unabhängige Fachjurys hatten insgesamt 307 eingereichte Projekte in den Kategorien „Öffentliche Bauten, Industrie und Gewerbe“, „Wohnbauten“, „Der erste Bau“, „Next Generation“ und „BIM“ zu bewerten (siehe Box unten).

Letztere ist ein Novum und in Zusammenarbeit mit „Bauen digital Schweiz“ entstanden. Es war ein Abenteuer und Experiment zugleich. Mit elf eingereichten BIM-Projekten wurden die Erwartungen der Auslober übertroffen. Insgesamt drei Goldpreise mit den Schwerpunkten „Kollaboration/Mensch“ und „Innovation/Performance“ vergab die Jury: „Durch die BIM-Brille“ der 3-Plan Haustechnik AG in Winterthur, „Vom lonely little BIM zum social big BIM“ von Philipp Wieting vom Werknetz Architektur (beide Schwerpunkt Kollaboration/Mensch) sowie „SwissFEL“ der Itten+Brechbühl AG in Basel (Schwerpunkt Innovation/Performance).

"Vom lonely little BIM zum social big BIM“ ist nicht ein einzelnes Projekt, sondern deren sechs. In chronologischer Reihenfolge dokumentieren sie Teilaspekte des BIM-Einsatzes sowie dessen Vertiefung und Verfeinerung - bis es zu einem strategischen Bestandteil der eigenen Firmenkultur wird.”

 

Auszug aus dem Baublatt vom 27. Oktober 2016