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Raumkonzepte an der Architekturaus- stellung Maaghalle, Zürich
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Ausstellungskonzept Architektur 0.12:
Räumliche Dichte entsteht durch das Überlagern verschiedener konzeptioneller Ansätze (pragmatischen wie auch poetischen) – ist aber auch Ausdruck des Weiterentwickelns einzelner Teile, reagieren, verstärken, verändern bereits vorhandener Grundstrukturen. Dieses prozessorientierte Arbeiten reicht bis in die Umsetzung ins Detail, weil das Detail mitbestimmend für das Raumklima ist.
Wichtig dabei ist, dass die konzeptionellen Ansätze aus Themen des Ortes oder den Nutzungsanforderungen gefunden werden und mit diesen weitergearbeitet wird. So entstehen ausdrucksstarke Gebäude, welche nicht selbstverliebt in der Gegend stehen, sondern Themen des Ortes aufnehmen und die kontextuellen Gegebenheiten schärfen. Durch das Arbeiten mit konzeptionellen Ideen, welche die funktionalen Anforderungen an das Gebäude als Grundlage haben, ist ein hoher Gebrauchswert garantiert, ohne jedoch in einen banalen Funktionalismus zu verfallen. Im Gegenteil: auf der Basis der Nutzung sollen durch genaue Beziehungssetzungen von architektonischen Elementen neue, überraschende Räume mit klaren Strukturen und Gliederungen entstehen.
Durch die mögliche Überlagerung verschiedener Konzepte wird bewusst eine Mehrfachlesbarkeit provoziert. Komplexität in der Einfachheit.
Genau dies wird in den Raumkonzeptmodellen der Architektur 0.12 gezeigt. Es ist immer eine Beziehungssetzung dargestellt, unabhängig vom Massstab und örtlicher Gegebenheit: Zum Beispiel bei der Gesamtschule Flims und beim Einfamilienhaus in Domat/Ems handelt es sich um das ganze Gebäudekonzept, bei den Mehrfamilienhäuser „edeneins“ und „edendrei“ im Quartier Giesshübel in Zürich um das Konzept des die Wohnungen strukturierenden Nasszellenkernes. Die Raumkonzeptmodelle sind bewusst auf einen neutralen Würfel reduziert, also als Skizze der Beziehungssetzung, also eine Art Rückführung in einen frühe Entwurfsphase. Die realisierten Bauten sind in der Ausstellung als Fotos mit den Modellen zu vergleichen.