Baufeld B Europaallee Zürich | Philipp Wieting Wernetz Architektur

Baufeld B Europaallee Zürich

Artikel - Baufeld B Europaallee Zürich

Das Gebäude entwickelt sich aus den Höhenvorgaben und Mantellinien des Gestaltungsplans. Es bildet einen eindeutigen Kopf und akzentuiert somit den Auftakt zur Europaallee. Aus dem Thema der Auskragungen sowie den unterschiedlichen Richtungen der Baulinien wird das Gesamtthema des Hauses entwickelt: Das Gebäude tritt als Einheit in Erscheinung mit unterschiedlich abgewinkelten Fassaden, was sich deutlich an der Kopffassade am Le Corbusier -Platz zeigt. Das Erdgeschoss steht rechtwinklig zum Gleiskörper und ist somit auf der Stadtebene in die Bahnhofsstruktur eingebunden. Über zwei Auskragungen dreht sich die Front in den Obergeschossen zum Le Corbusier - Platz hin und zeigt somit gerade in der Fernwirkung auf das neu entstehende Quartier.

Die Ausbildung der Fassade unterstreicht durch ein feines Spiel mit der Konstruktionstiefe die Abdrehungen der Gebäudefluchten und erzeugt immer wieder unterschiedliche Wahrnehmungen. Im Erd- und Mezzaningeschoss nimmt man die gesamte Aufbaustärke der Fassade in den Leibungen wahr. In den darüberliegenden Bürogeschossen kehrt sich das Bild mit den aussen bündigen Kastenfenstern. Es ergibt sich ein Spiel aus Massivität und Leichtigkeit, von Stein und Glas. Mal tritt das Gebäude mit horizontaler Bänderung in Erscheinung, mal rückt das einzelne im Stein eingelassene Fensterelement in den Vordergrund. 
Ein Wechsel vom liegenden zum stehenden Fensterformat in den höheren Geschossen sowie feine Nuancierungen in der Konstruktion der Kastenfenster unterstützen die Wahrnehmung vom steinernen Sockel zum gläsernen Abschluss des Gebäudes. Als Materialisierung ist ein dunkler Klinker vorgesehen.

Bauherr: SBB Immobilien 
Jahr: 2011 Wettbewerb 
Programm: Büro- und Dienstleistungsflächen, Retail und Gastro
Geschossfläche: 18'500 m2
Volumen: 67'000 m3