Hallenbad Frauenfeld | Philipp Wieting Wernetz Architektur

Hallenbad Frauenfeld

Artikel - Hallenbad Frauenfeld

Der Neubau des Hallenbades Frauenfeld wird so im Norden der Bauparzelle platziert, dass ein klar gefasster, der Bedeutung eines öffentlichen Baus gerechter Eingangsplatz entsteht. Die Einbuchtung des Gebäudes auf der Eingangsseite, nimmt den geschwungenen Strassenverlauf der Schlossmühlestrasse auf und führt so auf selbstverständliche Weise zum Eingang des Frei- und Hallenbades.

Das Hallenbad ist ein dreiflügeliges Gebäude mit einem Sockelgeschoss in Stahlbetonbauweise und einem Erdgeschoss in Holzbauweise. Das Sockelgeschoss mit den Garderoben liegt auf der Freibadebene und tritt als steinerner Sockel in Erscheinung, darüber erhebt sich der Holzbau mit einer leichten, gläsernen Hülle. Das Spiegeln und Glitzern der Glasspiegelungen erinnert an Wasserspiegelungen, passt sich in seiner Farbigkeit der Umgebung an und gibt dem Gebäude einen edlen, überraschenden und er Nutzung angepassten Ausdruck.

Das Hallenbad wird zur stark raumhaltigen Figur. Es gibt einen klaren, dreiflügligen Hauptraum, bestehend aus einer zonierten Badhalle sowie dem Eingangsbereich mit Cafeteria. Die dienenden Räume flankieren diesen Raum und ermöglichen erst dadurch seine räumliche Klarheit. Der Hauptraum öffnet sich auf jede der drei Stirnseiten. Verstärkt wird dieser gegen die Stirnseite öffnende Raumeindruck durch die leichte Neigung des Daches.

Damit eine breite Bevölkerungsschicht immer wieder das Bad besucht, braucht es mehr als ein funktionierendes Bad, der Besuch wird zum Erlebnis – und nicht zuletzt zum Raumerlebnis.

Bauherr: Stadt Frauenfeld
Jahr: 2018 Wettbewerb
Programm: Hallenbad mit Wasserrutschen, Nebenräume Freibad
Geschossfläche: 6‘800 m2
Volumen: 36’200 m3